Hund auf der Hochzeit: So wird der Vierbeiner zum entspannten Gast
Für viele Paare gehört der Hund zur Familie, also auch zur Hochzeit. Das kann wunderschön werden. Es braucht aber ein bisschen mehr Planung als ein zusätzlicher Name auf der Gästeliste.

Zuerst die Location fragen
Nicht jede Location erlaubt Hunde, und manche nur im Außenbereich. Beim Standesamt hängt es vom jeweiligen Amt ab. Klärt das schriftlich, bevor ihr plant.
Passt das zu eurem Hund?
Seid ehrlich: Mag euer Hund Trubel, laute Musik und viele fremde Menschen? Ein entspannter Hund, der überall mitkommt, genießt den Tag vielleicht. Ein ängstlicher Hund hat bei 80 Gästen und einem DJ keinen Spaß. Dann ist ein kurzer Auftritt bei Trauung und Fotos die bessere Lösung.
Ein Hundesitter für den Tag
Ihr habt an eurem Hochzeitstag keine Zeit, euch um den Hund zu kümmern. Bestimmt eine Person, die sich den ganzen Tag verantwortlich fühlt: Gassi gehen, Wasser, Futter, Ruhepausen, und am Abend nach Hause bringen. Das kann ein Freund sein oder ein professioneller Hundesitter.
Hund zur Trauung und für die Fotos, danach mit dem Sitter nach Hause oder in eine ruhige Ecke. So hat er seinen großen Moment ohne stundenlangen Stress.
Der Hund als Ringträger
Befestigt die Ringe nicht direkt am Halsband, sondern in einem kleinen Beutel, den man leicht öffnen kann. Übt den Weg vorher ein paar Mal. Und habt Ersatzringe oder eine Person in der Nähe, falls der Hund lieber zu den Gästen läuft.
Der Tag aus Sicht des Hundes
Ein Hochzeitstag ist lang, für Menschen wie für Hunde. Plant deshalb nicht nur den großen Auftritt, sondern auch die Stunden dazwischen. Am Morgen eine lange Runde, damit der Hund ausgelastet ist, bevor es losgeht. Bei der Trauung ein Platz am Rand, von dem aus er zur Not schnell hinausgebracht werden kann. Danach eine ruhige Ecke im Schatten, wo er schlafen kann, während die Gäste beim Sektempfang stehen.
Spätestens wenn die Musik lauter wird, ist für die meisten Hunde Schluss. Viele Paare lassen den Sitter den Hund nach dem Abendessen nach Hause bringen. Wenn ihr in der Location übernachtet, fragt, ob der Hund mit aufs Zimmer darf und ob dort jemand nach ihm sehen kann.
Fotos mit Hund
Sagt eurem Fotografen vorher, dass der Hund dabei ist. Die Fotos mit Hund macht ihr am besten früh, solange er noch frisch ist und das Fell sauber. Leckerlis in der Tasche des Sitters helfen, damit der Hund für ein paar Sekunden in die richtige Richtung schaut.
Wenn der Hund nicht mitkommt
Auch ein Hund, der nicht dabei ist, kann Teil des Tages sein: auf einem Foto am Gästebuch, als Motiv auf der Tischkarte oder mit einem Tisch, der seinen Namen trägt. Für viele Paare ist das die entspanntere Lösung.
Gäste mit Allergie oder Angst
Fragt vorher nach, ob jemand eine Hundeallergie oder Angst vor Hunden hat. Diese Gäste sitzen dann weit weg vom Ruheplatz des Hundes. Tragt es in die Gästeliste ein, dann denkt ihr beim Sitzplan daran.
Schokolade, Trauben, Knochen und Alkohol sind für Hunde gefährlich. Bittet die Gäste, den Hund nicht zu füttern, und haltet ihn vom Buffet fern.
Checkliste
- Erlaubnis von Location und Standesamt
- Verantwortliche Person für den ganzen Tag
- Ruheplatz mit Decke, Wasser und Futter
- Leine, Kotbeutel, Handtuch
- Transport nach Hause organisiert
- Gäste mit Allergie im Sitzplan berücksichtigt
Allergien im Sitzplan sehen
Tierhaarallergie beim Gast vermerken und im Saalplan auf einen Blick sehen.