Online-Hochzeitsplaner im Vergleich: Marktplatz-App, Hochzeitswebsite oder Sitzplan-Tool?
Wer nach einem Hochzeitsplaner sucht, findet Dutzende Apps, die alle dasselbe versprechen: die ganze Hochzeit an einem Ort. Bei genauerem Hinsehen machen sie ziemlich verschiedene Dinge. Manche sind vor allem Verzeichnisse für Locations und Dienstleister, andere bauen euch eine Hochzeitswebsite, wieder andere kümmern sich um Gästeliste und Sitzplan. Welches Werkzeug ihr braucht, hängt davon ab, wo ihr in der Planung gerade steht.

Dieser Vergleich erscheint im Magazin von FloraWed, also bei einem der verglichenen Tools. Wir schreiben deshalb auch dazu, was FloraWed nicht kann. Die Angaben zu anderen Anbietern stammen aus deren eigenen Beschreibungen (Stand Oktober 2026). Funktionen und Preise ändern sich, prüft sie vor eurer Entscheidung beim Anbieter.
Drei Arten von Hochzeitsplanern
Fast jeder Online-Hochzeitsplaner hat eine Checkliste und einen Budgetplaner. Daran erkennt man den Unterschied also nicht. Aufschlussreicher ist die Frage, womit der Anbieter sein Geld verdient und worin die meiste Arbeit gesteckt wurde. Danach lassen sich die meisten Planer einer von drei Gruppen zuordnen.
1. Marktplatz-Apps: Location und Dienstleister finden
Ein bekanntes Beispiel ist WeddyPlace aus Berlin. Laut eigener Beschreibung findet ihr dort Locations und Dienstleister, sortiert nach Wunschdatum, Gästezahl, Budget und Stil, und könnt sie direkt anfragen. Dazu gibt es eine Checkliste, die sich nach eurem Hochzeitsdatum richtet, einen Budgetplaner und einen Countdown. Die App ist kostenlos für iPhone und Android.
Ihre Stärke spielt so eine App ganz am Anfang aus, wenn ihr noch nicht wisst, wo ihr feiert und wer fotografiert. Marktplätze finanzieren sich meist über die Dienstleister, die dort gelistet sind und Anfragen bekommen. Das ist kein Nachteil, erklärt aber, warum die Suche so viel Raum einnimmt. Rechnet damit, dass sich nach einer Anfrage Anbieter bei euch melden.
2. Hochzeitswebsite-Plattformen: alles für die Gäste
Zankyou ist hier wohl der bekannteste Name. Im Mittelpunkt steht eine eigene Hochzeitswebsite mit vielen Designs, auch mehrsprachig, auf der ihr Ablauf, Anfahrt und Unterkünfte veröffentlicht. Gäste melden sich dort zurück, und es gibt eine Wunschliste für Geldgeschenke. Die Basisversion ist laut Anbieter kostenlos, einige Funktionen kosten extra.
Das lohnt sich, wenn viele Gäste von weit her anreisen, die Hälfte der Familie kein Deutsch spricht oder ihr Geschenke online sammeln wollt. Die Gästeliste ist dort vor allem eine Rückmeldeliste: wer kommt, mit wie vielen Personen, wer vegetarisch isst.
3. Sitzplan- und Organisations-Tools: der Teil am Ende
In diese Gruppe gehört FloraWed. Hier geht es nicht ums Finden, sondern um das, was nach den Zusagen passiert. Tische in den Saal stellen, Gäste verteilen, prüfen, ob die zerstrittenen Onkel weit genug auseinander sitzen, und am Ende Tischkarten und eine Liste für den Caterer drucken. Gästeliste, Budget und Checkliste gehören dazu, weil eine einzige Absage alle drei verändert.
Wichtig werden solche Tools, sobald die Location feststeht und die ersten Rückmeldungen da sind. Bei den meisten Paaren ist das zwei bis vier Monate vor der Hochzeit.
Worauf ihr beim Vergleich achten solltet
- Konto und Daten: Müsst ihr euch registrieren? Wo liegt die Gästeliste mit Adressen und Allergien? Bei einem Marktplatz gehen eure Angaben mit jeder Anfrage an Dienstleister, das ist dort der Zweck. Ein Sitzplan-Tool braucht eure Daten dagegen nicht auf einem fremden Server.
- Was kostenlos heißt: Viele Apps sind gratis, begrenzen aber Gästezahl, Tische oder Designs, oder drucken ein Logo auf den Ausdruck. Testet den Export, bevor ihr 100 Namen eintippt.
- Import und Export: Eure Gästeliste gibt es wahrscheinlich schon als Excel-Tabelle. Ein gutes Tool liest sie ein und gibt sie am Ende auch wieder heraus.
- Handy oder Laptop: Für Checklisten und Inspiration ist das Handy ideal. Einen Saal mit zehn Tischen plant ihr am großen Bildschirm deutlich entspannter.
- Ausdruck: Am Hochzeitstag zählt Papier. Saalplan für die Staffelei, Tischkarten, eine Liste für den Service.
Was FloraWed kann und was nicht
FloraWed läuft im Browser, kostenlos und ohne Konto. Die Gästeliste bleibt lokal auf eurem Gerät. Ihr importiert eure Liste aus Excel oder CSV, stellt runde Tische, Tafeln oder eine U-Form in den Saal, legt Sitzregeln fest und lasst die Gäste automatisch verteilen. Konflikte und zu enge Laufwege werden markiert. Daneben liegen ein Budget, das pro Gast mitrechnet, Checkliste, Tagesablauf und eine Übersicht eurer Dienstleister mit Verträgen und Zahlungsfristen. Am Ende druckt ihr Saalplan, Tisch- und Menükarten, und am Eingang zeigt ein QR-Code jedem Gast seinen Tisch.
Was fehlt: FloraWed sucht keine Locations oder Dienstleister für euch. Es gibt keine App im App Store und keine Hochzeitswebsite mit Designauswahl und Wunschliste. Wer das braucht, ist bei einer Marktplatz-App oder einer Website-Plattform besser aufgehoben.
Unsere Empfehlung: zwei Werkzeuge statt einem
Die meisten Paare fahren mit einer Kombination am besten. Am Anfang eine Marktplatz-App oder Empfehlungen von Freunden, um Location, Fotografin und DJ zu finden. Wenn viele Gäste anreisen, zusätzlich eine Hochzeitswebsite. Und sobald die Zusagen eintrudeln, ein Tool für Gästeliste und Sitzplan, das die Rechnerei übernimmt.
Entscheidend ist, dass die Gästeliste an genau einer Stelle gepflegt wird. Zwei Listen, die langsam auseinanderlaufen, sind der häufigste Grund für fehlende Tischkarten und falsche Menüzahlen. Welcher Schritt wann dran ist, steht in unserer Hochzeitscheckliste mit 12-Monats-Zeitplan.
Häufige Fragen
Welcher Online-Hochzeitsplaner ist kostenlos?
Die meisten bekannten Hochzeitsplaner haben eine kostenlose Basisversion, darunter WeddyPlace, Zankyou und FloraWed. Der Unterschied liegt in den Grenzen: Bei manchen Anbietern kosten einzelne Funktionen, Designs oder Exporte extra. FloraWed ist komplett kostenlos und braucht kein Konto.
Gibt es einen Hochzeitsplaner ohne Anmeldung?
Ja. FloraWed startet direkt im Browser, ohne Konto und ohne E-Mail-Adresse, und speichert die Gästeliste nur auf eurem Gerät. Marktplatz-Apps brauchen meist ein Konto, weil sie eure Anfragen an Dienstleister weiterleiten.
Gästeliste und Sitzplan ausprobieren
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