Getränke für die Hochzeit berechnen: Wie viel Wein, Bier und Wasser pro Gast?
Bei einer Getränkepauschale muss sich die Location um die Mengen kümmern. Wenn ihr Getränke selbst mitbringt, liegt die Rechnung bei euch. Zu wenig ist peinlich, zu viel kostet. Ein paar Richtwerte helfen.

Die Grundregel
Rechnet in der ersten Stunde mit etwa zwei Getränken pro Gast, danach mit etwa einem Getränk pro Gast und Stunde. Bei einer Feier von 15 bis 2 Uhr sind das grob zwölf bis vierzehn Getränke pro Person über den Tag, Wasser und Kaffee eingeschlossen. Das klingt viel, verteilt sich aber.
Richtwerte nach Getränk
- Sekt zum Empfang: etwa ein bis zwei Gläser pro Gast. Eine Flasche ergibt sechs bis sieben Gläser.
- Wein zum Essen: etwa eine halbe Flasche pro Weintrinker für den Abend.
- Bier: bei Biertrinkern drei bis fünf Flaschen à 0,33 l über den Abend.
- Wasser: mindestens einen Liter pro Gast, im Sommer mehr.
- Softdrinks und Säfte: etwa einen halben Liter pro Gast, für Kinder mehr.
- Kaffee: ein bis zwei Tassen pro Gast zur Torte.
12 Flaschen Sekt, 30 bis 35 Flaschen Wein, 150 bis 200 Flaschen Bier, 80 Liter Wasser, 40 Liter Softdrinks und Säfte. Die Aufteilung Wein und Bier hängt stark von euren Gästen ab.
Kennt eure Gäste
Die Richtwerte sind Durchschnitte. Eine Fußballmannschaft trinkt anders als ein Chor. Schaut eure Gästeliste durch und schätzt grob, wer Wein, wer Bier und wer wenig oder gar keinen Alkohol trinkt. Schwangere, Fahrer, Kinder und Gäste, die keinen Alkohol trinken, brauchen gute alkoholfreie Alternativen, nicht nur Apfelschorle.
Alkoholfreie Getränke, die nicht langweilen
Auf fast jeder Hochzeit gibt es mehr Gäste ohne Alkohol, als man denkt: Fahrer, Schwangere, Kinder, Menschen, die aus Überzeugung nicht trinken, und alle, die morgens früh rausmüssen. Für sie lohnt sich mehr als Wasser und Cola. Ein alkoholfreier Sekt zum Empfang, eine selbstgemachte Limonade oder ein, zwei alkoholfreie Cocktails an der Bar kosten wenig und kommen gut an. Rechnet für den alkoholfreien Sekt etwa ein Viertel der Sektmenge.
So geht ihr beim Planen vor
- Zählt die erwarteten Gäste und zieht Kinder ab, für die ihr Saft und Softdrinks rechnet.
- Schätzt anhand der Gästeliste, wie viele eher Wein, Bier oder gar keinen Alkohol trinken.
- Rechnet die Mengen mit den Richtwerten oben und schlagt etwa 10 Prozent Reserve drauf.
- Bestellt auf Kommission, damit die Reserve nichts kostet, wenn sie übrig bleibt.
Kommission statt Kauf
Viele Getränkehändler bieten Kauf auf Kommission an: Ihr zahlt nur, was geöffnet wurde, der Rest geht zurück. Damit könnt ihr großzügig planen, ohne auf Resten sitzenzubleiben. Fragt auch nach Leihgläsern und Kühlung.
Manche Locations verlangen für selbst mitgebrachte Getränke pro Flasche eine Gebühr. Rechnet sie gegen die Pauschale. Mehr im Artikel versteckte Kosten.
Eis nicht vergessen
Für Kühlung und Drinks rechnet mit etwa einem Kilo Eis pro Gast, im Sommer mehr. Das ist einer der Posten, die am Hochzeitstag gern fehlen.
Pauschale oder nach Verbrauch?
Wenn die Location die Getränke stellt, habt ihr oft die Wahl. Eine Getränkepauschale lohnt sich meist bei vielen trinkfreudigen Gästen und einer langen Party. Wenn viele Gäste wenig trinken, etwa bei einer großen Familie mit Kindern und älteren Verwandten, ist die Abrechnung nach Verbrauch günstiger. Fragt in beiden Fällen, was genau enthalten ist. Cocktails und Spirituosen sind in Pauschalen oft ausgenommen.
Getränke im Budget planen
Mengen und Preise als Posten anlegen und mit der Pauschale vergleichen.