Internationale Hochzeit: So klappt die Sitzordnung mit zwei Sprachen
Binationale Hochzeiten sind wunderschön und haben eine besondere Herausforderung: Zwei Gruppen, die sich kaum verständigen können, sollen einen Abend zusammen feiern. Der Sitzplan kann dafür viel tun, wenn ihr ihn geschickt anlegt.

Mischen, aber nicht zwanghaft
Völlig gemischte Tische, an denen niemand eine gemeinsame Sprache spricht, sorgen für lange Abende mit viel Lächeln und wenig Gespräch. Komplett getrennte Tische wiederum teilen die Hochzeit in zwei Feiern. Der Mittelweg: Tische, an denen beide Gruppen sitzen und mindestens zwei Personen beide Sprachen oder Englisch sprechen.
Brückengäste gezielt einsetzen
Überlegt, wer in eurem Umfeld beide Sprachen spricht oder gut Englisch kann. Freunde, die im Ausland gelebt haben, Geschwister, Cousins. Verteilt diese Menschen bewusst auf die Tische. Sie sind eure wichtigsten Gäste für die Stimmung.
Zwei Fußballfans oder zwei junge Eltern finden einen Weg, sich zu unterhalten, auch mit wenigen Worten. Setzt Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammen.
Wenn die Gruppen sehr ungleich groß sind
Oft kommen 70 Gäste aus Deutschland und 15 aus dem Herkunftsland des Partners. Dann besteht die Gefahr, dass die kleine Gruppe als Insel an einem Tisch landet und den Abend nur unter sich verbringt. Verteilt sie lieber auf zwei, drei Tische, jeweils zusammen mit Brückengästen und Menschen, die gern Englisch sprechen. Wer allein angereist ist, sitzt dabei nie ohne mindestens eine vertraute Person.
Die Familien
Elterntische bleiben meist nach Sprache getrennt, damit sich die Eltern wohlfühlen. Setzt sie aber nah zueinander und mit jeweils einem Übersetzer am Tisch. Ein gemeinsamer Moment, etwa ein Anstoßen der beiden Familien, schafft Verbindung.
So geht ihr beim Sitzplan vor
- Markiert in der Gästeliste für jeden Gast, welche Sprachen er spricht. Englisch zählt mit.
- Sucht die Brückengäste heraus, also alle, die beide Sprachen oder gut Englisch sprechen.
- Legt fest, wie viele Tische gemischt sein sollen. Bei zehn Tischen könnten es zum Beispiel sechs gemischte und vier einsprachige sein.
- Verteilt zuerst die Brückengäste auf die gemischten Tische, mindestens zwei pro Tisch.
- Füllt die Tische dann mit Gruppen auf, die sich kennen, damit niemand allein unter Fremden sitzt.
In FloraWed könnt ihr Gästen eigene Merkmale wie die Sprache geben und am Tisch sehen, wer übersetzen kann. Die allgemeinen Regeln für eine gute Tischordnung stehen im Artikel Sitzordnung Hochzeit: 7 Regeln.
Reden, Programm und Papeterie
Reden in beiden Sprachen oder mit kurzer Zusammenfassung helfen. Ein Trick, der gut funktioniert: Die Rede wird auf Deutsch gehalten, und die Übersetzung liegt gedruckt auf den Tischen der anderen Gäste. So muss niemand zweimal zuhören und trotzdem verstehen alle die Pointen.
Menükarten und der Sitzplan-Aufsteller können zweisprachig sein. Das zeigt den Gästen aus dem Ausland, dass sie mitgedacht wurden. Auch beim DJ lohnt sich ein Gespräch: Ein paar Lieder aus dem anderen Land holen eine ganze Gästegruppe auf die Tanzfläche.
Gäste aus dem Ausland kennen die Location nicht, oft auch sonst niemanden. Plant, wer sie abholt, wo sie übernachten und wer sich kümmert. Mehr dazu im Artikel über Unterkünfte für Gäste.
Dolmetscher für die Trauung
Für die Feier reichen meist zweisprachige Gäste. Bei der Trauung sieht es anders aus. Wenn ein Partner nicht ausreichend Deutsch spricht, verlangt das Standesamt in der Regel einen Dolmetscher. Klärt früh, wer das sein darf und ob er vereidigt sein muss.
Sprachen in der Gästeliste markieren
Eigene Merkmale wie Sprache anlegen und am Tisch sehen, wer übersetzen kann.