Sitzplan-Aufsteller, Tischkarten und Menükarten: Ideen, Formate und wie ihr sie selbst druckt
Der Sitzplan-Aufsteller ist das Erste, was Gäste sehen, wenn sie in den Saal kommen. Er soll schön aussehen, aber vor allem muss jeder in wenigen Sekunden seinen Platz finden. Bei 100 Gästen vor einem schlecht sortierten Plan staut es sich schnell. Dazu kommen Tischkarten und Menükarten, die ihr gut selbst drucken könnt, wenn ihr ein paar Dinge zu Format, Papier und Schrift wisst.

Die gängigen Formen
- Plakat auf Staffelei: Der Klassiker. Ein Druck in A1 oder A0 auf Karton oder Forex.
- Spiegel oder Glas: Mit Kreidemarker oder Folie beschriftet. Sehr elegant, aber nur bei gutem Licht lesbar.
- Holzrahmen mit Karten: Eine Karte pro Tisch, an Schnüren oder Klammern. Gut veränderbar, wenn noch jemand absagt.
- Escort Cards: Jeder Gast bekommt eine eigene kleine Karte mit Tischnamen, die er mitnimmt. Schön, aber mehr Aufwand.
Die richtige Größe
Ein Name muss aus etwa einem Meter Entfernung lesbar sein. Das heißt mindestens 12 bis 14 Punkt Schriftgröße auf dem Druck. Bei kleinen Hochzeiten reicht DIN A2, ab etwa 80 Gästen nehmt A1, ab 120 Gästen A0 oder zwei Aufsteller.
Gäste suchen ihren Namen, nicht ihren Tisch. Eine alphabetische Liste nach Nachnamen mit Tisch daneben ist bei großen Hochzeiten viel schneller als ein Plan nach Tischen.
Wo steht der Aufsteller?
Im Eingangsbereich, aber nicht direkt in der Tür, damit sich keine Schlange bis nach draußen bildet. Mit Platz davor für mehrere Leute gleichzeitig. Bei großen Hochzeiten helfen zwei Aufsteller an verschiedenen Stellen.
Wann drucken?
So spät wie möglich, etwa eine Woche vorher. Bei Karten im Rahmen könnt ihr einzelne Tische noch am Vortag austauschen. Bei einem großen Plakatdruck sind Änderungen teuer.
Nichts ärgert Gäste mehr als ein falsch geschriebener Name. Lasst die Liste von jemandem aus jeder Familie gegenlesen.
Tischkarten und Platzkarten
Tischkarten stehen als kleine Klappkarte auf dem Teller oder vor dem Glas. Üblich sind gefaltete Karten in etwa 10 × 7 cm oder flache Kärtchen im Visitenkartenformat. Der Name sollte in mindestens 14 pt gedruckt sein, am Abend ist das Licht gedimmt. Feine Schreibschriften sehen schön aus, sind bei Kerzenlicht aber schwer zu lesen. Nehmt für Namen lieber eine klare Schrift und nutzt die Schreibschrift für Deko.
Wenn ihr Essenswünsche auf der Tischkarte markiert, reicht ein kleines Symbol auf der Rückseite. Der Service sieht es, die Gäste stört es nicht.
Menükarten
Eine Menükarte pro Platz oder eine pro Tisch? Beides ist üblich. Pro Platz wirkt festlicher, pro Tisch spart Papier. Nennt die Gänge in der richtigen Reihenfolge und schreibt vegetarische oder vegane Alternativen mit dazu.
Papier und Druck zu Hause
Für Tischkarten eignet sich Karton mit 250 bis 300 g/m². Testet vorher, ob euer Drucker das Papier schafft. Druckt die Karten erst, wenn der Sitzplan wirklich fertig ist, meist fünf bis sieben Tage vor der Feier, und legt ein paar Blanko-Karten und einen passenden Stift für spontane Änderungen bereit.
Heimdrucker können meist nicht bis zum Rand drucken. Druckt deshalb auf ein größeres Blatt und schneidet an den Schnittmarken zu. Für Karten mit Farbe bis zum Rand gebt die Datei mit Beschnittzugabe an die Druckerei.
Checkliste Papeterie
- Sitzplan für den Eingang, alphabetisch
- Tischkarten mit Namen, eventuell Menüsymbol
- Tischnummern oder Tischnamen
- Menükarten
- Schilder für Buffet, Bar und Gästebuch
Was kostet ein Aufsteller?
Die Kosten hängen stark vom Material ab. Ein Posterdruck kostet wenige Euro, Acryl oder Holz deutlich mehr. Ein kleiner Saalplan auf dem Aufsteller ist kein Muss, hilft aber in großen Räumen mit vielen Tischen.
Aufsteller als PDF
Sitzplan alphabetisch oder nach Tischen exportieren und in beliebiger Größe drucken.