Sitzplan für die Hochzeit erstellen: Anleitung in 6 Schritten und die passende Vorlage
Die meisten Paare fangen beim Sitzplan mit der schwierigsten Frage an: Wohin mit Tante Gisela? Dann hängen sie fest. In dieser Reihenfolge geht es deutlich schneller.

Vorab: Excel, Papier oder Online-Planer?
Wer nach einer Vorlage für den Sitzplan sucht, landet meist bei einer Excel-Datei mit Tischnummern. Das funktioniert, bis die dritte Absage kommt. Die drei gängigen Wege im ehrlichen Vergleich:
- Excel oder Google Sheets: Eine Tabelle mit Name, Gruppe, Tisch, Menü und Allergien ist schnell gebaut, lässt sich filtern und an den Caterer schicken. Für die Gästeliste eine gute Basis. Den Raum sieht man aber nicht: Ob zwei Menschen sich gegenüber sitzen oder der Elterntisch neben den Lautsprechern steht, zeigt keine Zelle.
- Papier und Post-its: Ein großer Bogen mit aufgemalten Tischen und Klebezetteln. Für viele Paare der Moment, in dem es klick macht, weil man gemeinsam schiebt. Dafür fallen Post-its ab, und die Liste für die Küche müsst ihr abtippen.
- Online-Planer: verbindet beides. Gästeliste mit allen Infos und ein Saalplan, in dem ihr per Drag & Drop schiebt. Änderungen landen automatisch in der Küchenliste und auf den Tischkarten.
Egal welcher Weg, diese Spalten braucht eure Vorlage: Vor- und Nachname, Gruppe oder Seite (Braut, Bräutigam, gemeinsam), Zusage, Begleitung, Kind mit Alter, Menüwahl, Allergien, Tisch. Und haltet nur eine Liste. Der häufigste Fehler ist eine Gästeliste in Excel, eine im Handy und eine auf Papier, bis niemand mehr weiß, welche stimmt.
Wenn ihr schon eine Tabelle habt, müsst ihr nicht von vorn anfangen. Tafelplan liest Excel- und CSV-Dateien ein und erkennt Spalten wie Name, Gruppe oder Menü selbst.
Schritt 1: Die Gästeliste abschließen
Ohne feste Zusagen kein Sitzplan. Wartet, bis die Rückmeldefrist vorbei ist, und fasst bei den Letzten nach. Wie ihr das freundlich macht, steht im Artikel Rückmeldungen einsammeln.
Schritt 2: Den Raum kennen
Besorgt euch einen Grundriss der Location mit Maßen. Klärt, welche Tische es gibt, wie groß sie sind und wo Tanzfläche, Buffet und DJ hinkommen. Erst dann wisst ihr, wie viele Tische in welcher Form möglich sind.
Schritt 3: Gruppen bilden
Sortiert die Gäste in Gruppen: Familie, Schulfreunde, Studium, Arbeit, Verein. Markiert Paare und Familien, die zusammensitzen müssen. Bei den meisten Hochzeiten sind danach zwei Drittel des Plans schon klar.
Schritt 4: Die Fixpunkte setzen
Zuerst der Brauttisch, dann die Elterntische, dann alle, die besondere Bedürfnisse haben: Großeltern nah am Ausgang, Familien mit Kindern mit Platz für Hochstühle, Rollstuhlfahrer mit freiem Zugang.
Schritt 5: Gruppen auf Tische verteilen
Jetzt kommen die großen Gruppen an ihre Tische. Wenn eine Gruppe nicht aufgeht, teilt sie entlang echter Freundschaften. Einzelne Gäste setzt ihr bewusst dorthin, wo sie jemanden kennen oder gemeinsame Themen haben.
Zerstrittene Verwandte, Ex-Partner, schwierige Charaktere: Die löst ihr erst, wenn der Rest steht. Dann seht ihr, welche Plätze noch frei sind, und müsst nicht alles neu schieben. Tipps dazu im Guide zur Sitzordnung.
Schritt 6: Prüfen und weitergeben
Geht jeden Tisch einmal durch und fragt euch: Hat hier jeder mindestens eine Person, die er kennt? Dann bekommt der Caterer die Liste mit Menüs und Allergien pro Tisch, und ihr druckt Tischkarten und den Aufsteller.
Druckt Tischkarten frühestens eine Woche vorher. Irgendetwas ändert sich immer noch.
Häufige Fragen
Wann fange ich mit dem Sitzplan an?
Etwa vier bis sechs Wochen vor der Hochzeit, sobald die meisten Zusagen da sind.
Gibt es eine kostenlose Vorlage?
Ihr könnt euch in jeder Tabellenkalkulation selbst eine bauen, mit den Spalten von oben. Tafelplan ist ebenfalls kostenlos und braucht kein Konto.
Sollen wir das zu zweit machen?
Ja. Jeder kennt seine Seite der Gästeliste besser. Plant zwei entspannte Abende ein, nicht einen stressigen.
In 6 Schritten zum Sitzplan
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