Tafelplan Magazin: Praxis-Tipps für eure Hochzeitsplanung
Sitzordnung ohne Familienstreit: 7 Regeln
Allergien und vegane Gäste: Was die Küche braucht
Hochzeitsbudget: 9 versteckte Kosten
Werbefrei, Daten bleiben auf eurem Gerät
Tafelplan Magazin: Praxis-Tipps für eure Hochzeitsplanung
Sitzordnung ohne Familienstreit: 7 Regeln
Allergien und vegane Gäste: Was die Küche braucht
Hochzeitsbudget: 9 versteckte Kosten
Sitzplan & Tische

Tischplan für die Hochzeit: Beispiele mit Maßen für 50, 80 und 120 Gäste

Wie viele Tische ihr braucht und wie ihr sie aufstellt, hängt vor allem an der Gästezahl. Bei 50 Gästen habt ihr viel Freiheit, bei 80 wird es zum ersten Mal knifflig, und ab 120 braucht der Sitzplan ein System. Hier sind konkrete Beispiele für alle drei Größen, mit Maßen zum Nachrechnen.

Saal mit etwa zehn runden Tischen, Gäste suchen ihre Plätze
Symbolbild, KI-generiert

Wie viele Tische bei wie vielen Gästen?

Ein paar Rechenbeispiele, jeweils ohne Reserve:

  • 50 Gäste: 6 runde Tische (5 × 8 plus Brauttisch mit 10) oder eine lange Tafel mit 25 Plätzen pro Seite
  • 80 Gäste: 10 runde Tische mit 8 Plätzen, 8 mit 10 Plätzen oder 4 Tafeln mit je 20
  • 120 Gäste: 12 runde Tische mit 10 Plätzen oder 6 Tafeln mit je 20

Plant ein bis zwei Plätze Reserve ein. Irgendwer bringt doch noch jemanden mit, oder ein Kind braucht einen Hochstuhl.

Runde Tische mit 1,50 Meter Durchmesser passen für acht Personen, mit 1,80 Meter für zehn. An einer Tafel rechnet man mit 60 bis 70 Zentimetern pro Person. Zwischen den Tischen sollten etwa 1,5 Meter frei bleiben, damit Stühle zurückgeschoben werden können und der Service durchkommt.

Wie viel Platz braucht ihr?

Für das Sitzen am Tisch rechnet ihr mit etwa 1,2 bis 1,5 Quadratmetern pro Person, inklusive Laufwegen. Das ergibt grob:

  • 50 Gäste: 60 bis 75 m² nur für die Tische
  • 80 Gäste: 100 bis 120 m², mit Tanzfläche, Buffet und Bar eher 150 bis 180 m²
  • 120 Gäste: 145 bis 180 m², mit allem anderen schnell über 220 m²

Fragt die Location nach einem maßstabsgetreuen Grundriss, dann seht ihr sofort, ob es passt. Genaueres steht im Artikel zum Platzbedarf pro Gast, die Vor- und Nachteile der Formen im Vergleich der Tischformen.

50 Gäste: drei Aufstellungen für die kleine Hochzeit

Eine lange Tafel

Bei 25 Gästen pro Seite ergibt das eine Tafel von 15 bis 17 Metern. Das klingt lang, und das ist es auch. Ein langer Raum oder eine Scheune eignet sich dafür. Der große Vorteil: Alle sitzen gemeinsam, das Gefühl einer Familienfeier stellt sich von selbst ein. Der Nachteil: Gespräche gehen nur mit den direkten Nachbarn.

Sechs runde Tische

Fünf Tische mit je acht Personen und ein Brauttisch für zehn. Diese Variante gibt euch beim Sitzplan am meisten Spielraum, weil ihr Gruppen sauber trennen könnt.

U-Form oder E-Form

Bei der U-Form sitzt das Paar an der Stirnseite, die Gäste an beiden Schenkeln. Für 50 Personen braucht jeder Schenkel etwa 8 Meter, wenn nur außen gesessen wird. Setzt ihr auch innen Gäste hin, halbiert sich die Länge, aber diese Gäste sitzen mit dem Rücken zum Paar. Eine E-Form mit drittem Schenkel spart Länge. Die U-Form passt, wenn Reden und Programmpunkte wichtig sind, weil jeder zur Mitte schaut.

Bei 50 Gästen kennt ihr fast jeden gut. Nutzt das und plant bewusst Tische, an denen sich Leute kennenlernen sollen, statt nur nach Familienzweigen zu sortieren. Und wenn ein Buffet statt eines Menüs kommt, geht bei dieser Größe auch freie Platzwahl.

80 Gäste: die typische deutsche Hochzeit

Zwischen 60 und 100 Gästen liegen die meisten Hochzeiten in Deutschland. Bei 80 Personen sind es zu viele für eine einzige Tafel, aber noch so wenige, dass jede Entscheidung auffällt.

Acht oder zehn Plätze pro Tisch?

Zehner-Tische sparen Fläche und Tischwäsche. Achter-Tische sind gemütlicher, weil man sich über den Tisch hinweg noch unterhalten kann. Bei 1,80 Meter Durchmesser und zehn Personen wird das schwierig. Wenn der Raum es zulässt, nehmt acht.

Gruppen sinnvoll aufteilen

Schreibt eure Gästeliste nach Gruppen: Familie der Braut, Familie des Bräutigams, Schulfreunde, Studium, Arbeit, Verein. Meist ergeben sich daraus schon sechs bis acht Tische fast von selbst. Übrig bleiben Einzelne, zum Beispiel ein Kollege ohne Begleitung oder eine Nachbarin. Die setzt ihr gezielt zu Leuten mit ähnlichen Interessen.

Eine Beispiel-Aufteilung

Brauttisch mit Trauzeugen (6), zwei Elterntische mit Geschwistern und Großeltern (je 8), ein Tisch Tanten und Onkel (8), zwei Tische Freunde aus der Schulzeit (je 8), ein Tisch Studium (8), ein Tisch Kollegen (8), ein Tisch Verein und Nachbarn (8), ein Tisch mit Familien und Kindern (10). Macht 80. Den Familientisch stellt ihr nah an den Ausgang, dann kann man mal raus, ohne quer durch den Saal zu laufen.

Kein Resttisch

Ein Tisch mit allen, die sonst nirgends reinpassen, fühlt sich für genau diese Menschen schlecht an. Lieber an drei Tischen je einen Platz freihalten und Einzelne dazusetzen.

120 Gäste und mehr: mit System von groß nach klein

Bei 120, 150 oder 200 Gästen funktioniert das Verschieben einzelner Namen nicht mehr. Wer Person für Person platziert, sitzt am Ende drei Wochenenden daran.

Zonen statt Tische

Teilt den Saal gedanklich in Zonen auf. Vorn die Familie, in der Mitte die Freunde, hinten Kollegen und Bekannte, an der Seite Familien mit Kindern. Ordnet dann ganze Gruppen einer Zone zu und verteilt sie erst danach auf einzelne Tische. Das verhindert das typische Problem großer Hochzeiten: 14 Tische sind schön gefüllt, und für die Cousins bleibt nur noch ein Tisch am Notausgang.

Eine Tischgröße

Bei großen Hochzeiten lohnen sich Zehner-Tische, weil sie Platz sparen. Bleibt aber bei einer Größe. Gemischte Tischgrößen machen den Plan schwerer zu lesen und die Bestellung beim Verleih komplizierter. Eine Alternative sind mehrere lange Tafeln parallel, das wirkt festlich und spart Laufwege.

Gruppen passend schneiden

Eine Gruppe mit 13 Leuten passt an keinen Zehner-Tisch. Teilt sie nach echten Freundschaften, nicht alphabetisch. Oft ergibt sich eine natürliche Linie, zum Beispiel Paare mit Kindern und ohne Kinder.

Laufwege, Sicht und Orientierung

Bei vielen Tischen sieht nicht jeder das Paar. Stellt die Tische leicht versetzt, ähnlich wie Plätze im Theater, und lasst Hauptwege von mindestens 1,5 Metern frei, zu Buffet, Bar, Toiletten und Ausgang. Mehr dazu im Artikel zum Saalplan mit Tanzfläche und Buffet. Damit nicht 150 Leute gleichzeitig vor dem Sitzplan stehen, sortiert ihr den Aufsteller alphabetisch nach Nachnamen statt nach Tischen. Ideen dafür im Artikel über Sitzplan-Aufsteller.

Tischpaten

Bestimmt pro Tisch eine Person, die ihr gut kennt und die gesellig ist. Sie sorgt dafür, dass alle ins Gespräch kommen, und ist Ansprechpartner für den Service.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Sitzplan für 80 Gäste?

Mit sortierter Gästeliste zwei Abende. Ohne Gruppen deutlich länger.

Wann sollte der Sitzplan fertig sein?

Etwa zwei Wochen vor der Hochzeit, damit Location und Caterer planen und ihr Tischkarten drucken könnt. Haltet den Plan so flexibel, dass eine späte Absage nicht einen ganzen Tisch umwirft.

Wie viele Servicekräfte braucht man bei 120 Gästen?

Beim gesetzten Menü rechnet man grob mit einer Servicekraft pro 10 bis 15 Gäste, beim Buffet mit weniger. Fragt die Location, was im Angebot enthalten ist.

Tische für 80 Gäste berechnen

Der Tisch-Rechner zeigt, wie viele Tische ihr bei welcher Größe braucht.

Sitzplan öffnen

Weiterlesen

Sitzplan & TischeSitzordnung Hochzeit: So platziert ihr Ex-Partner, zerstrittene Verwandte und Singles ohne Drama Sitzplan & TischeRunde Tische, lange Tafel oder U-Form: Welche Tischform passt zu eurer Hochzeit? Sitzplan & TischeSitzordnung bei geschiedenen Eltern: So bleibt die Hochzeit entspannt