Hochzeit günstig feiern: 12 Spartipps, die man den Fotos nicht ansieht
Eine schöne Hochzeit muss kein Vermögen kosten. Die großen Einsparungen stecken selten in der Deko, sondern in ein paar Grundentscheidungen, die man früh treffen muss.

Die großen Hebel
1. Weniger Gäste
Der wirksamste Tipp von allen. Jeder Gast kostet schnell über 100 Euro. Mehr dazu im Artikel Gästeliste kürzen.
2. Freitag oder Sonntag
Viele Locations sind unter der Woche oder am Sonntag günstiger, oft deutlich.
3. Nebensaison
April, Oktober oder sogar Winter: Die Preise sind oft niedriger, die Auswahl größer.
4. Mittag statt Abend
Eine Feier mit Brunch oder Mittagessen und Kaffee am Nachmittag ist günstiger als ein Abend mit Menü und Party bis 3 Uhr.
Beim Essen und Trinken
5. Buffet oder Grill
Je nach Anbieter günstiger als ein gesetztes Menü. Vergleicht beides, siehe Buffet oder Menü.
6. Getränke selbst stellen
Wenn die Location es erlaubt und das Korkgeld niedrig ist. Kauf auf Kommission spart Reste.
7. Kuchenbuffet von Familie und Freunden
Viele Verwandte backen gern. Eine kleine Torte fürs Anschneiden, der Rest selbst gebacken.
Bei Deko und Papeterie
8. Saisonale Blumen
Was gerade blüht, ist günstiger. Grün wie Eukalyptus oder Olivenzweige füllt viel für wenig Geld.
9. Deko mieten oder gebraucht kaufen
Kerzenhalter, Vasen, Schilder: Das gibt es in Kleinanzeigen fast immer von vergangenen Hochzeiten.
10. Papeterie selbst drucken
Tischkarten, Menükarten und den Sitzplan könnt ihr selbst gestalten und drucken. Anleitung im Artikel Tischkarten selbst drucken.
Bei den Dienstleistern
11. Fotograf nur für die wichtigsten Stunden
Trauung, Paarfotos und Gruppenbilder. Die Party am späten Abend fotografieren Gäste ohnehin.
12. Playlist statt DJ, wenn es passt
Bei kleinen, ruhigen Feiern reicht eine gute Anlage und eine Person, die sich kümmert. Bei 100 Gästen und Tanzwunsch ist ein DJ sein Geld wert.
Was das in Euro bedeuten kann
Ein Rechenbeispiel, ausgehend von 80 Gästen und rund 150 Euro pro Gast für Essen, Getränke und alles, was pro Person anfällt:
- 15 Gäste weniger: etwa 2.250 Euro
- Freitag statt Samstag: je nach Location 10 bis 30 Prozent auf die Saalmiete, oft mehrere hundert Euro
- Kuchenbuffet von Familie und Freunden statt beim Konditor: schnell 300 bis 500 Euro
- Papeterie selbst drucken: je nach Umfang 200 bis 400 Euro
Das sind Schätzungen, die stark von Region und Anbietern abhängen. Sie zeigen aber, wo die Größenordnungen liegen. Eine Entscheidung bei der Gästezahl spart oft mehr als zehn kleine Einsparungen bei der Deko zusammen. Die Rechnung für eure eigene Feier findet ihr im Artikel Kosten pro Gast.
Wo Sparen teuer wird
Ein paar Posten sehen nach Sparpotenzial aus, rächen sich aber am Tag selbst. Zu wenig Service-Personal führt zu kaltem Essen und langen Wartezeiten. Ein Freund als Fotograf ist günstig, aber der Freund ist dann den ganzen Tag beschäftigt und auf keinem Bild. Und wer die Getränke zu knapp kalkuliert, steht um 23 Uhr ohne Bier da. Hier lohnt es sich, lieber an anderer Stelle zu kürzen.
Spart dort, wo es euch egal ist. Was euch wirklich wichtig ist, bekommt das Budget. Sonst sind am Ende alle Posten mittelmäßig.
Wer Budget, Gäste und Planung in einem kostenlosen Planer führt, spart sich außerdem teure Vorlagen und viel Zeit.
Sparpotenzial sehen
Posten im Budgetplaner vergleichen und sehen, wo das meiste Geld hingeht.